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Verhaltensrelevanz


Die Verhaltensrelevanz besagt, wie sehr sich ein erhobenes Merkmal in tatsächlichen Handlungen niederschlägt, d.h. inwiefern ein unmittelbarer Bezug zum Kaufverhalten besteht. In Befragungen sollten die Fragen deshalb nicht nur rein hypothetisch gestellt werden sondern verhaltensrelevant formuliert werden.
Also nicht: Welche der folgenden Produkte/Marken/Services würden Sie interessieren?
Sondern: Welche der folgenden Produkte/Marken/Services haben Sie in der letzten Woche gekauft bzw. werden Sie in der nächsten Woche kaufen?

Folgende Faktoren können die Verhaltensrelevanz beeinflussen:

  • situative Faktoren: Wahrnehmung nicht vorhergesehener Stimuli (z.B. Preis, Wetter, Zeitdruck)
  • Verhaltensfaktoren: Schwierigkeit der Umsetzung von Einstellungen in Verhalten, soziale Erwünschtheit
  • Einstellungsfaktoren: spezifische vs. unspezifische Einstellungen, durch Erfahrung gelernte vs. durch Kommunikation gelernte Einstellungen, schnell vs. langsam verfügbare Einstellungen, stabile vs. instabile Einstellungen
  • personenbezogene Faktoren: subjektive Normen, Selbstbewusstsein, Emotionen

Siehe auch:
Einstellungsmessung

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